Tag 6 – Auf der Gartenroute I

Wetter heute: stark bewölkt mit einigen sonnigen Abschnitten / / 19 bis 23 Grad

Die heutige Etappe war mit etwa 100 km (Mossel Bay – Knysna) verhältnismäßig kurz bemessen und bot viel Spielraum für Fotostopps und Abstecher. Letztlich kamen deswegen auch rund 170 km zusammen. Die Reiseroute verlief zunächst auf der Küstenautobahn von Mossel Bay nach George und nach dem Passieren von George wurde die Autobahn abermals zu einer gut ausgebauten Schnellstraße, die durch eine unglaublich abwechslungsreiche Szenerie führte. Die Gartenroute trägt ihren Namen aufgrund der unheimlich grünen Landschaft. Man kann kaum in Worte fassen, in welcher Gestalt sich diese darstellt. Man sieht überall fruchtbares Farmland, dichte Laub- und Nadelwälder, gelegentlich Golfplätze, Wiesen und Auen, Seen und alles in seiner uppigsten Form. Entlang der Schnellstraße N2 verläuft die stillgelegte Bahntrasse der einst zwischen Knysna und George verkehrenden Eisenbahn.

Zwischendrin sollte man auch die Hauptverkehrsader verlassen und die abseits gelegenen Nebenstraßen nutzen. Hier verbergen sich wahre landschaftliche Schätze, die einem den Atem rauben können. Doch seid gewarnt. Verlasst die Hauptstraßen nur mit genügend Treibstoff und bei gutem Wetter, denn auf den Nebenstraßen gibt es so gut wie keine Tankstellen und die oft nicht asphaltierten Straßen, die bei trockenen Verhältnissen auch mit zweiradgetriebenen Fahrzeugen problemlos zu meistern sind, können dann schnell zum Desaster werden.

Je nach Jahreszeit, Temperatur und Umfang des Abstechers sollte auch genügend Trinkwasser mitgeführt werden. Jedem sei außerdem empfohlen, was ich nicht getan habe: prüft den Zustand des Reserve-Reifens, am Besten direkt bei der Übernahme des Mietwagens.

Leider kann man diese tolle Szenerie mit einem Fotoapparat nicht richtig einfangen, oder sollte ich besser sagen ich kann es nicht? Und ich glaube, ich bin nicht der Ungeschickteste in dieser Hinsicht aber die gewonnen Eindrücke nimmt man auch ohne Foto mit nach Hause und erinnert sich in der einen oder anderen Minute gerne an so manche Reise zurück.

Nach diversen Abstechern und Stopps erreichte ich Knysna an der gleichnamigen Lagune. Es handelt sich um einen kleinen Ort mit Yachthafen und jeder Menge nobler Feriendomizile der wohlhabenden Südafrikaner. Im Protea Hotel Knysna Quays erwartete mich bereits das vorgebuchte Zimmer – geräumig wie immer mit Blick auf die Meerenge, welche die Lagune vom indischen Ozean trennt. Das moderne Hotel liegt direkt an der Waterfront mit einigen guten Fischrestaurants. Hier fährt auch die Fähre zum Featherbed Nature Reserve ab, wo man einen ca. 2 km Trail ablaufen kann. Da ich das erst morgen machen werde, kann ich euch noch nicht sagen, ob es sich lohnt.

Zum Abendessen war ich im „34 South“, einem sehr empfehlenswerten Seafood-Restaurant im Waterfrontkomplex. Ich nahm ein südafrikanisches Fassbier (Mitchell’s), einen Seafood-Salat und den Fang des Tages (Linefish genannt), heute ein sehr leckerer Kingclip am Spieß mit Beilagen. Für die Dimension der Portionen war der Preis von 200 Rand (ca. €18) mehr als angemessen. Generell schätze ich die Kosten der Lebenshaltung hier in Südafrika ca. 20% günstiger ein, als bei uns zu Hause aber dieser Eindruck ist absolut subjektiv. Am rechten Ende des Hafenkomplexes auf dem Boardwalk vorbei am Hotel erreicht man ein die urige „The Oyster Taverne“. Dort erhält man geniale Austern zu günstigsten Preisen. Nicht, dass diese meinen Geschmack träfen aber die Liebhaber unter euch wissen dies sicherlich zu schätzen.

Genug berichtet für heute. Wie immer zum Abschluss ein paar Schnappschüsse vom Handy. Die richtigen Fotos findet ihr dann hier nach meiner Rückkehr.

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