Zu Gast in Berlin

 

Hampton by Hilton

 
Anlässlich der Internationalen Tourismus Börse ITB bin ich vom 11. bis 13. März 2016 nach Berlin gereist. Ich möchte mich dort über die neuesten Reisetrends, Angebote und Buchungstechnik informieren. Ich buchte mir ein Hotelzimmer im neuen Hampton by Hilton in der Uhlandstraße, unweit des Kurfürstendamms und nur ca. 10 Gehminuten vom Bahnhof Zoologischer Garten entfernt. 
 

Zimmerbeispiel

 
In der unmittelbaren Umgebung des Hotels findet man so ziemlich alles, was das Herz begehrt. Kaufhäuser, Boutiquen, Drogerien, Restaurants (inklusive Fast Food) und auch die ersten Sehenswürdigkeiten. In nur 400 m Entfernung starten auch die meisten Stadtrundfahrten mit den begehrten Open Air Hop on Hop off Doppeldeckerbussen, die Tickets für einen oder zwei Tage anbieten. Ich war mit der Linie City Sightseeing unterwegs (gelbe Busse), wo mich das 1-Tagesticket € 20 gekostet hat. Zwei Tage wurden für € 30 angeboten.

 

Badezimmer

 
Man kann wie bei Hop on Hop off üblich an jeder Haltestelle aussteigen und später wieder zusteigen. Die Busse fahren im 10 Minutentakt. Da ich erst um 14:00 Uhr begann, musste ich mich ganz schön sputen, denn die Busse stoppen pünktlich um 17:00 Uhr. So geschah es, dass ich mit dem letzten Bus nicht mehr zurück zum Hotel kam. Was nun? S-Bahn. Kurzstrecke für bis zu 3 Stationen: € 1,70, sonst € 2,70 für die Einzelfahrt. Ich empfehle für Besucher ohnehin die Berlin Welcome Card, wo die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel sowie viele Ermäßigungen enthalten sind.

 

Zimmerbeispiel

 
Das Hampton by Hilton ist recht neu und sehr modern. Die Zimmer sind angenehm dimensioniert, klimatisiert und komfortabel. Sie liegen entweder mit Blick auf die S-Bahn-Gleise, in die Uhlandstraße oder in den Innenhof der Nachbarschaft. Kein Traumblick also. Mein Zimmer blickte auf die Gleise und die Graffitys dahinter. Alle Zimmer sind jedoch ausgezeichnet geräuschisoliert, so dass man kaum etwas von dem Trubel außen mitbekommt. Sehr geräuschempfindliche Menschen sollten ein Zimmer zum Innenhof verlangen.

 

Am Gendarmenmarkt

 
Das Frühstücksrestaurant des Hotels ist halb offen in den Bereich hinter der Lobby integriert und sehr modern gestaltet. An den Selbstbedienungsbars gibt es O- und A-Saft, Kaffee, Tee, Milch, Joghurts, Obstsalat, Birscher Müsli, gekochtes wie auch Rührei, Speck, Würstchen, verschiedene Sorten Käse und Wurst, eine Auswahl an Brötchen und Toastbrot (kein Graubrot),verschiedene Cerealien, Tomaten, Gurken, Frühstücksquark, Marmelade usw. Es ist also alles da, um gut gestärkt in den Tag zu starten. Die Atmosphäre ist trotz der offenen Bauweise entspannt und ruhig. Es waren zu jeder Zeit freie Plätze zu bekommen. Frühstück wird bereits ab 6:00 Uhr angeboten.

 

Bundeskanzleramt

 
Es gibt WI-FI im Hotel, jedoch ist dies scheinbar nicht für alle Gäste kostenfrei. Es kommt auf den Anbieter an, über den man gebucht hat. WI-FI ist überall vorhanden, also auch in den Zimmern und ist ausreichend schnell. Das ist wirklich TOP.

 

Bundestag

 
Durch die Nähe der beiden S-Bahnhöfe „Savigny Platz“ und „Zoologischer Garten“ ist man super an die Verkehrsinfrastruktur Berlins angebunden. Von beiden Stationen kommt man super zum HBF, zum ICE Bahnhof Spandau, zur Messegelände, zum Olympia-Stadion und nach Potsdam.

 

Lobby mit Rezeption

 
Alles in allem ein empfehlenswertes Hotel, vom Blick aus den Zimmern mal abgesehen.

Der Besuch auf der Internationalen Tourismusbörse war sehr interessant und bringt doch viele neuen Impulse. Ein Ausflug, der sich in jedem Fall gelohnt hat. Adieu Berlin – es geht nach Hause. Ich komme wieder.

Berlin HBF

Gerade gelesen: „Die Einführung der ‚Economy minus'“

Während die Fluggesellschaften die Einführung einer neuen Premium Klasse wie beispielsweise einer „Premium Economy“ bzw. „Economy Plus“ mit großem Spektakel zelebrieren, wird längst parallel an einer „Economy Minus“ (guter Ausdruck wie ich finde) getüftelt. Noch weniger Sitzabstand, noch weniger Gepäck, noch weniger Service…geht das überhaupt? Sogar unser deutscher Vorzeigecarrier Lufthansa scheint das gerade mit einem Airbus A320 zu testen, in dem der Sitzabstand von ohnehin knapp bemessenen 76 cm auf 74,2 cm reduziert wurde. Ist das nicht sogar unter dem Niveau der Ryanair?

Ich frage mich, wo das noch hinführen soll. Die Qualität des Reisens hat sich in den letzten 32 Jahren (solange bin ich jetzt in der Branche) ganz schön geändert. Ein trauriger Trend wie ich finde. Sind wir womöglich selbst Schuld an dieser Entwicklung, weil nichts mehr billig genug ist? So kommt es mir jedenfalls tagtäglich an der Verkaufsfront vor. 

Ein schönes Wochenende für euch alle.